Entstehung

Die Idee von der Geschichte rund um Emma & Xaver kam mir irgendwann im Mai 2010. Angefangen alles aufzuschreiben tat ich erst am 19. Mai.  Es ist seltsam darüber nachzudenken, wie genau alles entstanden ist. Zu 100% weiß ich auch gar nicht mehr alles, vielleicht ist es auch gut so. Ich weiß es nicht. Jedenfalls ließ mich die Geschichte von Emma & Xaver nicht mehr los. Der Anfang war ähnlich, wie im fertigen Manuskript, auch dort beginnt die eigentliche Handlung in der Bar, in der Emma arbeitet.

Ich weiß nicht“, versuchte ich mich aus der Sache heraus zu reden. „Ach komm schon, das wird lustig und ich weiß das du auf solche Musik stehst“, bettelte Christian. Wir befanden uns in einem Club in dem ich hinter einem Tresen arbeitete. Das Gespräch drehte sich um ein Konzert was in drei Wochen stattfinden sollte und zu dem ich gerne hingegangen wäre.

Wie ihr seht, war die erste Version in der „Ich-Perspektive“ geschrieben, in der ich eigentlich auch am liebsten schreibe und lese, jedoch schreibe ich beinahe nur noch in der Erzählerperspektive. Keine Ahnung warum, fragt mich nicht. „Die Berufung“ fing ich in der dritten Version an in der Erzählerperspektive zu schreiben, da mir die Idee gefiel, aus verschiedenen Sichten der Story zu erzählen.

Innerlich herrschte bei mir ein Chaos, ein Krieg zwischen gut und böse. Einerseits war ich glücklich das wir es überstanden hatten, auf der anderen Seite klebte nun Blut an meinen Händen. Ich hatte getötet und das nicht nur einmal. Ich hatte vier Leben innerhalb von kurzer Zeit beendet. Darüber war ich nicht glücklich und tiefe Schuld erschütterte mich. Meine eigenen Worte hallten in meinem Kopf umher. „Tötet jeden der euch in den Weg stellt. Egal wie er aussehen mag…“ Es hatte sich ausgesprochen leicht an gefühlt einfach jemanden den Pflock ins Herz zu jagen, oder jemanden das Genick zu brechen.

So richtig beenden tat ich die erste Version am 03.01.2011, inzwischen schrieb ich sogar bereits den zweiten Teil, den ich irgendwann beendete und mich an andere Projekte traute. Emma & Xaver verschwanden erstmal auf den tiefen meiner Festplatte, doch nicht aus meinem Kopf. Sie waren mein stetiger Begleiter und irgendwann fasste ich den Entschluss, das Dokument erneut zu öffnen und alles neu zu schreiben.

Einmal. Zweimal. Dreimal.

Ich entdeckte Nickelback für mich und die Band begann die sämtliche Geschichte zu prägen. Zu jeder Szene gibt es gefühlt ein Lied. Einige Szenen haben beim Schreiben auch nur mit diesem einen Lied funktioniert. Zum Beispiel ganz zu Anfang, als Emma auf dem Konzert von Alick angegriffen wird. Es lief wirklich nur dieses Lied „Kiss it goodbye“! Anders konnte ich mich für die Szene nicht inspirieren. Einige Zeit später kam die gleiche Situation auf, nämlich bei der Szene, in der Emma gegen Xaver im Trainingskampf antreten soll. Dort lief „she keeps me up“ in Dauerschleife. Irgendwann konnte ich die Lieder natürlich nicht mehr hören und andere mussten her, aber beim Schreiben und Überarbeiten lief eigentlich immer Nickelback. Schon komisch, denn bei Teil 2 läuft es beinahe genauso.

Jedenfalls wurde ich mit jedem Überarbeiten selbstbewusster und dachte mir, dass es doch gar nicht so schlecht ist. Mein Schreibstil wurde auch mit jedem Mal besser und stärker. Ich finde immer, dass man es liest, wenn ein Autor wirklich beim Schreiben bei der Sache war. Deshalb gehe ich auch nur an den Laptop, wenn ich mir wirklich sicher bin, dass ich auch mit 100% Einsatz dahinter sitze.

„Ich bin übrigens Enrico“, lächelte er und nahm meine Hand um sie zu schütteln. Als sich unsere Hände berührten durchzuckte mich irgendein Gefühl aber ich konnte es nicht zu ordnen. Seine Hand war weich und warm und ich wünschte mir plötzlich das er sie nie wieder loslassen würde. „Roxy“, erwiderte ich und lächelte ebenfalls.

Enrico & Roxy sind in dieser Geschichte meine Schwachstelle, die ich erst im zweiten Teil bemerkte. Eigentlich sollten die beiden im nächsten Teil gar keine Rolle bekommen, allerdings haben sie sich von Anfang an in die Handlung geschlichen. Mit dem Überarbeiten kamen auch die Zweifel, denn die Geschichte von Enrico & Roxy war ursprünglich als Spin-Off geplant. Mir kamen jedoch bei der letzten Version Zweifel und so ließ ich deren Geschichte parallel zu Emma & Xaver laufen. So bekamen die beiden natürlich viel mehr Aufmerksamkeit und wurden zu einem richtigen Teil der Handlung. Ich muss echt sagen, dass ich mir „die Berufung“ ohne die beiden nicht mehr vorstellen könnte.

Ursprünglich gab es auch eine Sexszene zwischen Emma & Xaver, diese löschte ich aber heraus, da ich dachte, die Szene wäre nicht passend. Inzwischen denke ich aber, dass sie gepasst hätte, bin aber doch froh, mal gegen den Strom zu schwimmen. Wie viele Bücher kennt ihr, in denen keine detaillierten Sexszenen vorkommen? Natürlich kommt es zwischen Emma & Xaver auch zum Sex, aber die Szene wird nicht detailliert beschrieben. Denn dieses Ereignis ist eine Schlüsselstelle der Handlung.

Das war’s zum Thema „Entstehungsgeschichte“.

xoxo

 

PS: Alle Zitate stammen aus der allerersten Verison von „die Berufung“, deshalb gibt es kein Lektorat und es hört sich anders an, als im veröffentlichen E.Book!